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DIE FREUNDESKREISE FÜR SUCHTKRANKENHILFE STELLEN SICH VOR

Die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Landesverband Baden e.V. wurden im Jahre 1980 gegründet und am 14. April 1986 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Karlsruhe eingetragen. Im gleichen Jahr wurde der Landesverband vom Finanzamt Karlsruhe als gemeinnützig anerkannt.

UNSER LEITBILD:

Wir setzen auf persönliche Beziehungen

Wir sehen den ganzen Menschen

Wir begleiten Abhängige und Angehörige gleichermaßen

Wir verstehen uns als Selbsthilfegruppen

Wir begleiten in eine zufriedene Abstinenz

Wir sind für alle Suchtformen offen

Wir leisten ehrenamtliche Hilfe

Wir arbeiten im Verbund der Suchtkrankenhilfe

Wir sind Freundeskreise

FREUNDESKREISE - der Name ist Programm für die Gruppenarbeit

FREUNDESKREIS - der Name kennzeichnet die Haltung der Mitglieder in den Freundeskreis-Selbsthilfegruppen: Ein Freund ist ein Mensch, der mich versteht, mich annimmt. Freunde bewerten sich nicht nach Leistung und Gegenleistung. Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und Ernstnehmen bestimmen den Umgang miteinander.

Ehemalige Patienten der Fachkrankenhäuser der Diakonie gründeten 1956 in Württemberg die ersten Freundeskreise als Selbsthilfegruppen für Alkoholiker. Die Grundprinzipien der Freundeskreise-gleichzeitig auch Prinzipien von Selbsthilfegruppenarbeit-sind: Selbstbetroffenheit, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Gleichberechtigung und Freiwilligkeit.

Freundeskreisarbeit ist nicht konfessionell gebunden. Sie richtet sich an christlich-ethischen Grundwerten aus, wobei jede Gruppe entscheiden kann, wie sie sich diese Orientierung im Einzelnen umsetzt.

WEGE FINDEN: Selbsthilfe heißt in eigener Verantwortung handeln. Selbsthilfe bedeutet auch: Die Mitglieder in den Freundeskreisen arbeiten ehrenamtlich. Viele Suchtkranke in den Freundeskreisen benötigen keine Therapie, sondern werden allein durch den Anschluss an die Gruppe abstinent. Durch diese ehrenamtliche Arbeit tragen Freundeskreise dazu bei, dem Gemeinwesen große Summen für Prävention und Rehabilitation zu ersparen.

Freundeskreise arbeiten nach einem Leitbild, daneben gibt es keinerlei (schriftliche) Verpflichtungen. Ziel ist, dass die Mitglieder in den Gruppen wieder lernen, ihr Leben in eigener Verantwortung zu gestalten.

SUCHT BESIEGEN

Persönliche Beziehungen sind entscheidend.

Suchtmittelabhängigkeit ist oft der Ausdruck tiefer liegender Probleme, die aufgearbeitet werden müssen, um zu gesunden. Die Behandlung durch die Gruppe basiert auf einfachen,aber wichtigen Dingen: Mit anderen sprechen, zuhören, Erfahrungen annehmen und auf das eigene Leben beziehen, sich austauschen, Beziehungen erleben.

Die Idee ist einfach: Persönliche Beziehungen und Freundschaften tragen zur Stabilisierung der Persönlichkeit bei-und damit auch zur Abstinenz.

Schon den Gründern der Freundeskreise war bewusst, dass Suchtkrankheit immer Auswirkungen auf die Familie hat. Deshalb schrieben sie in ihrem Selbstverständnis fest: Angehörige sind in die Gruppenarbeit integriert.

Freundeskreise sehen einen besonderen Schwerpunkt in der Familienarbeit. In den Freundeskreisen befinden sich in der Regel sowohl Betroffene als auch Angehörige in der selben Gruppe. Freundeskreise arbeiten im Behandlungsverbund eng und partnerschaftlich zusammen mit Fachberatungsstellen, Fachkliniken und Nachsorgeeinrichtungen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Einrichtungen ist selbstverständlich. Freundeskreise sind frei von starren Bindungen, offen für alle Konfessionen, Weltanschauungen und sie sind überparteilich.

Freundeskreise wollen zur Überwindung von Suchtkrankheiten beitragen. Das geschieht durch Information, Beratung, Motivation, Begleitung und Nachsorge für Betroffene und ihre Angehörigen. Dazu gehört es, den Einzelnen zur Persönlichkeitsentfaltung und zu einem wert- und sinnorientierten Leben zu befähigen.

Freundeskreise wollen durch Aufklärungsarbeit und Prävention zur Überwindung von Vorurteilen und Förderung des Problembewusstseins in einer breiten Öffentlichkeitsarbeit beitragen und dabei auch vorbeugend wirken.

Freundeskreise wollen Kindern, Jugendlichen und Angehörigen aus Familien mit Suchtkranken Hilfestellung geben und sie in den Hilfsprozess mit einbeziehen.

Freundeskreise wollen Raum geben für gemeinsame Aktivitäten mit Gleichgesinnten und Familienangehörigen, z.B. Geselligkeit, Freizeit und Kreativität.

Freundeskreise bieten ihren Mitgliedern Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung an. Die ausschließlich ehrenamtliche Arbeit verändert sich dynamisch entsprechend den psychosozialen und gesellschaftlichen Anforderungen, die an die Freundeskreise gestellt werden.

 

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